Mobil bleiben

Eine Trainerin zeigt Diabetes-Patient Martin den Umgang mit dem Langstock im Park.

Aufgrund einer Seheinschränkung kann es mühsam sein, sich sicher zu orientieren. Bei manchen Personen ist dies nur nachts oder bei blendender Sonne der Fall. Andere haben generell Schwierigkeiten, sich selbständig und sicher in ihrer Umgebung zurechtzufinden. Doch auch für diese Situationen gibt es Unterstützung: In einem Mobilitätstraining können Sie Ihre Sinne schärfen und lernen, bestimmte Hilfsmittel effektiv einzusetzen.

Auch um Orientierung und Mobilität zu trainieren, sind Rehalehrer die erste Anlaufstelle. Sie schulen im Einzelunterricht beispielsweise, wie Sie mit dem Langstock umgehen, wie Sie einen Raum erkunden, Straßen sicher überqueren und sich vor Hindernissen schützen.
Neben diesen praktischen Tipps lernen Sie auch, Ihre Sinne zu schulen und die Sinneseindrücke zu interpretieren. Auch der Einsatz elektronischer Orientierungshilfen oder der Umgang mit einem Blindenführhund können Teil der Schulung sein. Vor dem Training wird der Rehalehrer Sie nach Ihren Wunschinhalten fragen. Diese berücksichtigt er dann genauso wie Ihre persönlichen Fähigkeiten.

Diabetes-Patient Martin bewegt sich trotz seiner Sehbehinderung zielsicher durch die Fußgängerzone.

Schulung am Wohnort

In der Regel findet das Orientierungs- und Mobilitätstraining an Ihrem Wohnort statt. Der Rehalehrer kommt nach Absprache und entsprechend Ihrem Bedarf zu ein- oder mehrstündigen Schulungseinheiten zu Ihnen. Alternativ können Sie solche Schulungen in Institutionen für blinde und sehbehinderte Menschen durchführen, etwa in Berufsförderungs- und Berufsbildungswerken.

Wie auch bei den Schulungen in „Lebenspraktischen Fähigkeiten“ übernehmen die Kosten für das Orientierungs- und Mobilitätstraining in der Regel die Krankenkassen. Fragen Sie Ihren Rehalehrer danach. Sie werden merken: Die neu oder zurückgewonnene Selbstständigkeit macht Sie selbstbewusster und erhöht die Lebensqualität enorm.

Einen Rehalehrer in Ihrer Nähe finden Sie unter www.rehalehrer.de.

Christoph Granrath (zuletzt aktualisiert am 29. Juni 2017)