Diabetes und Augenerkrankungen: Mit diesen Tipps schützen Sie Ihr Augenlicht

Sehschwächen ernst nehmen

1. Sehschwächen ernst nehmen

Haben Sie Schwierigkeiten beim Lesen? Erscheinen Farben anders und nehmen Sie Bilder nur noch verschwommen oder verzerrt wahr? Häufig steckt bei bekanntem Diabetes hinter einer Sehverschlechterung eine diabetische Retinopathie. Dabei kommt es zu Veränderungen in den Blutgefäßen, bis hin zu in neugebildeten Gefäßen zu Blutungen, wodurch die Sehschärfe langsam, aber auch ganz plötzlich abnehmen kann. Eine erste Einschätzung zu Auffälligkeiten liefert ein Selbsttest mithilfe des Amsler-Gitters. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, sollten Sie Ihre Augen von Ihrem Augenarzt untersuchen lassen.

Weitere Informationen und Tipps zur Früherkennung finden Sie hier

Blutzucker stabil halten

2. Blutzucker stabil halten

Ein erhöhter Blutzuckerspiegel kann auf Dauer auch die Blutgefäße in der Netzhaut schädigen. Dies passiert in der Regel zunächst unbemerkt! Nur ein Augenarzt kann mit einer speziellen Untersuchung (Fluoreszenzangiographie, kurz: FA) die Anzeichen frühzeitig erkennen. Die richtige Medikation, eine ausgewogene Ernährung und regelmäßiges Bewegen helfen dabei, die Blutzuckerwerte stabil zu halten und damit auch einer diabetischen Retinopathie vorzubeugen. Also, immer an die Blutzuckerwerte denken und auch daran, die Augen regelmäßig beim Augenarzt kontrollieren zu lassen!

Weitere Informationen zu einem ganzheitlichen Behandlungs-, Schulungs- und Präventionsangebot gibt es hier

Blutdruck senken

3. Blutdruck senken

Bluthochdruck ist ein zusätzlicher Risikofaktor für eine diabetische Retinopathie. Denn ein erhöhter Blutdruck kann genauso wie Diabetes die Blutgefäße und -wände schädigen. Halten Sie Ihren Blutzucker und Ihren Blutdruck gleichzeitig im Blick, so haben Sie gleich doppelt vorgesorgt! Ob mit oder ohne medikamentöse Therapie: Gut geeignet dafür sind Bewegung und Sport. Beides kann nicht nur den allgemeinen Gesundheitszustand verbessern, sondern hilft auch dabei, den Blutzuckerspiegel zu senken sowie die Blutdruck- und die Blutfettwerte zu verbessern.

Bewegung hilft – weitere Infos hier

Ängste ansprechen

4. Ängste ansprechen

Eine Seheinschränkung zu bemerken ist zunächst irritierend. Viele verdrängen womöglich die ersten Anzeichen und warten zu lange mit einem Arztbesuch. Dabei ist eine eindeutige Diagnose wichtig, um möglichst frühzeitg eine entsprechende Therapie einzuleiten. Auch wenn eine Augenerkrankung einen Einschnitt in Ihr Leben bedeutet: Es ist wichtig, dies anzuerkennen und sich konstruktiv damit auseinanderzusetzen. Auch für die Angehörigen, Freunde und Bekannte ist der Umgang mit sehbehinderten Menschen häufig fremd. Seien Sie mutig und sprechen Sie das Thema offen an – beim Arzt, bei Ihrer Familie, Ihren Freunden und Kollegen. So können Sie gemeinsam nach Lösungen suchen und Unterstützung finden.

Warum es sich lohnt, über seinen Schatten zu springen und über die Sorgen und Ängste zu sprechen, lesen Sie hier

Sonnenbrille und Co – so schützen Sie Ihre Augen

5. Sonnenbrille und Co – so schützen Sie Ihre Augen

Die Folgen für die Haut durch zu intensive Sonnenbäder sind den meisten Menschen bekannt. Aber dass durch zu starke Sonneneinstrahlung auch Netzhautschäden entstehen können, wissen bisher die wenigsten. Menschen, die bereits unter Sehproblemen leiden, sind in vielerlei Hinsicht auf Hilfsmittel im Alltag angewiesen – in diesem Fall auf einen guten Schutz, um ihre Augen vor den schädlichen UV-Strahlen zu schützen! Das gilt insbesondere bei längeren Aufenthalten am Wasser – sei es bei ausgedehnten Spaziergängen oder beim entspannten Lesen am Strand – da hier die UV-Strahlen am stärksten reflektiert werden. Ideal sind Sonnenbrillen mit ausreichendem Blend- und UV-Schutz. Den erkennen Sie am „CE-Zeichen“ auf der Innenseite des Bügels. Wenn Sie nicht sicher sind, können Sie den UV-Schutz Ihrer Brille auch beim Optiker prüfen lassen.

Für weitere Tipps und Infos, mit welchen Hilfsmitteln Sie ihren Alltag trotz Sehproblemen erleichtern können, klicken Sie hier

Das „A und O“ – die Augen regelmäßig untersuchen lassen

6. Das „A und O“ – die Augen regelmäßig untersuchen lassen

Sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von Netzhauterkrankungen ist eine regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt das „A und O“. Experten empfehlen Menschen mit Diabetes, die bisher noch nicht an einer Retinopathie erkrankt sind, alle zwei Jahre einen Kontrolltermin wahrzunehmen. Liegen bei Ihnen bereits Netzhauterkrankungen vor, ohne dass Sie schon Einschränkungen des Sehens bemerken, sollten Sie die Augen zwei- bis dreimal pro Jahr untersuchen zu lassen. So können Sie sicherstellen, dass Ihr Augenleiden nicht weiter voranschreitet. Denn sind Sehzellen erst einmal zerstört, lassen sie sich nicht wiederherstellen!

Unser Tipp:
Speziell für Patienten mit Netzhauterkrankungen bietet der Patientenservice VisusVital zahlreiche Angebote, darunter hochwertige Broschüren, therapieunterstützende Materialien und ein persönliches Beratungsteam, das Betroffene kostenfrei anrufen können.