Wenn die Sehkraft schwindet, fallen auch berufliche Aufgaben schwerer. Das heißt aber nicht, dass Sie Ihre bisherige Tätigkeit aufgeben müssen oder gar nicht mehr arbeiten können. Ein frühzeitiges und offenes Gespräch mit dem Arbeitgeber über Hindernisse, Hilfsmittel, Wünsche und Möglichkeiten führen in aller Regel zu einer guten Lösung für beide Seiten.
Martin hat sich seinem Chef anvertraut. Sein Arbeitsplatz wurde seinen Bedürfnissen entsprechend umgebaut und in einer beruflichen Reha im Berufsförderungswerk hat er neue Fertigkeiten erlernt. Er geht wieder gerne zur Arbeit, fühlt sich selbstsicherer und wertgeschätzt.

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Diabetes-Patient Martin probiert mit einem Kollegen Anpassungen seines Arbeitsplatzes aus, um mit seiner Sehbehinderung weiter am Bildschirm arbeiten zu können. Diabetes-Patient Martin probiert mit einem Kollegen Anpassungen seines Arbeitsplatzes aus, um mit seiner Sehbehinderung weiter am Bildschirm arbeiten zu können.

Berufliche Rehabilitation

Damit sehbehinderte und blinde Erwachsene weiterhin aktiv am Erwerbsleben teilhaben können, bieten vier Berufsförderungswerke (BFW) in Deutschland seit vielen Jahrzehnten erfolgreich vielfältige Beratungs-, berufliche Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen an. Diese vier BFW haben ihre Standorte in Düren, Halle, Mainz und Würzburg.

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Ein Betreuer unterstützt Diabetes-Patient Martin bei der Einrichtung des Bildschirms seines Arbeitsplatzes. Ein Betreuer unterstützt Diabetes-Patient Martin bei der Einrichtung des Bildschirms seines Arbeitsplatzes.

Arbeitsplatzgestaltung

Die Berufsförderungs- und die Berufsbildungswerke unterstützen auch bei der Arbeitsplatzgestaltung für sehbehinderte Menschen. Dabei führen die Mitarbeiter unter anderem eine Analyse des Sehvermögens sowie der Arbeitsplatzanforderungen durch und sprechen anschließend eine Empfehlung für die berufliche Integration aus.

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Die Chefin von Diabetes-Patient Martin klopft ihm aufmunternd auf die Schulter. Die Chefin von Diabetes-Patient Martin klopft ihm aufmunternd auf die Schulter.

Tipps für das Gespräch mit dem Arbeitgeber

Bei einer fortschreitenden Sehminderung ist es wichtig, dass Sie frühzeitig mit Ihrem Arbeitgeber darüber sprechen. Nur so kann er Ihre Situation verstehen und mit Ihnen zusammen nach Lösungen suchen. Bestenfalls bereiten Sie das Gespräch gut vor und machen Ihrem Arbeitgeber Vorschläge, wie es weiter gehen könnte. Dabei können Sie sich Unterstützung holen.

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Eine Mitarbeiterin des Integrationsfachdienstes berät einen Mann mit Sehproblemen bei Fragen zum Beruf. Eine Mitarbeiterin des Integrationsfachdienstes berät einen Mann mit Sehproblemen bei Fragen zum Beruf.

Unterstützung für den Arbeitsplatz

Die individuelle Unterstützung, Begleitung und Betreuung schwerbehinderter Menschen und ihrer Arbeitgeber sind Aufgaben der Integrationsfachdienste, die sich über das ganze Bundesgebiet verteilen. Bei allen beruflichen Fragen können Sie sich sowohl selbst oder auch Ihr Arbeitgeber direkt an einen solchen Integrationsfachdienst wenden.

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