Das diabetische Auge verursacht zunächst keine Symptome. Leichte Sehschwächen kann unser Gehirn sogar ausgleichen. Dann kann es sein, dass Sie Veränderungen für lange Zeit nicht bemerken. Deshalb ist es wichtig, die Augen regelmäßig untersuchen zu lassen, damit Ihr Arzt eine mögliche Augenerkrankung frühzeitig erkennen und behandeln kann. So kann das Sehvermögen langfristig erhalten oder auch wieder verbessert werden. Machen Sie es wie Martin: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Behandlungsmöglichkeiten.

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Darstellung einer diabetischen Netzhauterkrankung mit Gefäßneubildungen und Einblutungen in die Netzhaut in der Aufsicht und im Querschnitt. Darstellung einer diabetischen Netzhauterkrankung mit Gefäßneubildungen und Einblutungen in die Netzhaut in der Aufsicht und im Querschnitt.

Diagnose „diabetisches Auge“

Ein erhöhter Blutzucker kann auf Dauer die Blutgefäße der Netzhaut schädigen. Mediziner verwenden dafür den Fachbegriff „diabetische Retinopathie“. Dazu zählen Durchblutungsstörungen, Neuwachstum von Gefäßen, sowie Blutungen im Auge. In manchen Fällen kommt es auch zu krankhaften Einlagerungen von Flüssigkeit in der Makula, der Stelle der Netzhaut mit der größten Dichte von Sehzellen. In der Fachsprache wird diese Form der Erkrankung „diabetisches Makulaödem“ genannt.

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Augentropfen werden zur Schmerzausschaltung vor der Behandlung einer Netzhauterkrankung in das Auge geträufelt. Augentropfen werden zur Schmerzausschaltung vor der Behandlung einer Netzhauterkrankung in das Auge geträufelt.

Behandlungsoptionen

Es gibt verschiedene Wege, das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern und die Sehkraft zu erhalten oder sogar zu verbessern. Wichtig ist, rechtzeitig mit einer Befund-gerechten Behandlung zu beginnen. Welche Behandlung und welches Mittel geeignet sind, entscheidet der Arzt individuell und gemeinsam mit Ihnen. Die Behandlung einer Retinopathie zielt darauf ab, das Wachtum von reaktiven Gefäßeinsprossungen zu verhindern oder zu stoppen, um Blutungskomplikationen oder Netzhautablösungen zu verhindern. Bei einem Makulaödem ist es das Ziel, die überschüssige Flüssigkeit möglichst effektiv und dauerhaft zu entfernen, da es sonst hierdruch zu unwiderbringlichen Sehminderungen kommen kann.

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Der Augenarzt erklärt Diabetes-Patient Martin den Zustand und die Behandlungsmöglichkeiten seiner Netzhauterkrankung. Der Augenarzt erklärt Diabetes-Patient Martin den Zustand und die Behandlungsmöglichkeiten seiner Netzhauterkrankung.

Dranbleiben lohnt sich

Das diabetische Auge ist eine chronische Erkrankung, die gut behandelbar, jedoch nicht heilbar ist. Mit einer regelmäßigen medizinischen Versorgung lässt sich die Erkrankung meistens gut in den Griff bekommen. Hier ist ein aktives Mitwirken von Ihnen gefragt: Wenn Sie die regelmäßigen Behandlungsintervalle bei Ihrem Augenarzt einhalten, haben Sie gute Chancen, Ihre Sehkraft zu stabilisieren oder gar zu verbessern.

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Ein Stapel an Fachliteratur liegt auf dem Schreibtisch eines Arztes. Ein Stapel an Fachliteratur liegt auf dem Schreibtisch eines Arztes.

Leitlinien: Medizin kompakt

Durch Forschung gibt es laufend neue Erkenntnisse in der Medizin, die die Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Erkrankungen wie dem diabetischen Auge verbessern. Damit Ihr Arzt immer auf dem neuesten Stand ist und weiß, wie er Sie am besten bei einer bestimmten Erkrankung behandeln kann, liest er regelmäßig Fachzeitschriften oder besucht Fortbildungen. Zum anderen fassen sogenannte „Versorgungsleitlinien“ den jeweils aktuellen Wissensstand zu einer Erkrankung zusammen. Viele dieser Leitlinien stehen Ihnen als Patient auch in einer laienverständlichen Variante als sogenannte „Patientenleitlinien“ zur Verfügung.

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