Berufliche Rehabilitation

Diabetes-Patient Martin probiert mit einem Kollegen Anpassungen seines Arbeitsplatzes aus, um mit seiner Sehbehinderung weiter am Bildschirm arbeiten zu können.

Damit sehbehinderte und blinde Erwachsene weiterhin aktiv am Erwerbsleben teilhaben können, bieten vier Berufsförderungswerke (BFW) in Deutschland seit vielen Jahrzehnten erfolgreich vielfältige Beratungs-, berufliche Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen an. Diese vier BFW haben ihre Standorte in Düren, Halle, Mainz und Würzburg.

Die vier Berufsförderungswerke haben über ganz Deutschland verteilt viele Beratungsstandorte aufgebaut, sodass Sie zunächst an einer wohnortnahen, kostenfreien Beratung teilnehmen können. Sehr oft kann ein vorhandener Arbeitsplatz durch die passende Hilfsmittelausstattung erhalten werden. Sollte Ihr Arbeitsverhältnis nicht zu retten sein, können Sie eventuell eine neue berufliche Perspektive entwickeln. Auch hier stehen Sie nicht alleine da, sondern können professionelle und individuelle Unterstützung erhalten.

Hier finden Sie die Kontaktdaten der Berufsförderungswerke:

  • BFW Düren
    E-Mail: info@bfw-dueren.de, Telefon: 02421 / 598-100
  • BFW Halle
    E-Mail: ebusching@bfw-halle.de, Telefon: 0345 / 1334-0
  • BFW Mainz
    E-Mail: info@bfw-mainz.de, Telefon: 06131 / 784-0
  • BFW Würzburg
    E-Mail: info@bfw-wuerzburg.de, Telefon: 0931 / 9001-0
Ein sehbehinderter Handwerker wird in die Bedienung einer Maschine eingewiesen.

Betroffene haben einen Anspruch auf sogenannte „Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben“ (§ 33 ff, SGB IX). Dazu zählen alle Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation, die von den zuständigen Rehaträgern finanziert werden. Rehaträger sind zum Beispiel die Deutsche Rentenversicherung oder die Agentur für Arbeit. Wenn es um die Genehmigung solcher Maßnahmen geht, sind die Rehaberater der betreffenden Organisation Ihre Ansprechpartner.

Im Rahmen der beruflichen Rehabilitation gibt es unter anderem

  • Hilfen zur Erhaltung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes einschließlich Beratung und Vermittlung, Trainingsmaßnahmen und Mobilitätshilfen
  • vorbereitende Maßnahmen, um bestehende Defizite auszugleichen
  • berufliche Anpassungs-, Umschulungs- und Integrationsmaßnahmen, deren Ziel immer die dauerhafte berufliche Integration ist.

Für junge Menschen mit Seheinschränkung, die noch am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn stehen, ist es oft schwer, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Auch für sie sind Berufsbildungswerke (BBW) hilfreiche Ansprechpartner:

Hier finden Sie die Kontaktdaten der Berufsbildungswerke:

  • SFZ Chemnitz
    Telefon: 0371 3344-136
  • BBW Soest
    Telefon: 02921 684-225
  • BBW Stuttgart
    Telefon: 0711 6564- 103

Die vier Berufsförderungswerke und drei Berufsbildungswerke sind für alle Menschen in Deutschland zuständig. Kontaktieren Sie die Einrichtung, die Ihnen am nächsten liegt. Die Mitarbeiter werden Ihnen ein wohnortnahes kostenfreies Beratungsgespräch anbieten.

Christoph Granrath (zuletzt aktualisiert am 29. Juni 2017)